Vorsorge

Wer über seine eigene Bestattung bestimmen will, kann schon zu Lebzeiten vorsorgen. Das Testament ist dafür allerdings nicht geeignet: Es wird für gewöhnlich erst nach der Bestattung geöffnet. Besser sind Absprachen in der Familie und handschriftliche Vollmachten. Eine solche Vollmacht ist beispielsweise für eine Feuerbestattung sinnvoll. Wer will, kann auch einen Vorsorgevertrag mit einem Bestatter abschließen. Darin werden Ablauf, Umfang und persönliche Wünsche für die Bestattung festgelegt.

Wichtig: Zahlen Sie nicht im Voraus. Sonst könnte das Geld verloren gehen, wenn das Bestattungsunternehmen Pleite macht. Sicher und seriös ist die Hinterlegung auf einem Treuhandkonto – etwa bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand. Fragen Sie uns.

Der Preis einer Bestattung

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern und den USA herrscht in Deutschland Friedhofszwang. Das heißt, eine Beerdigung auf dem Friedhof ist gesetzlich festgeschrieben. Allerdings sind seit kurzem auch alternative Bestattungsformen wie eine Waldbestattung möglich. Der Preis für eine Bestattung setzt sich normalerweise zusammen aus den öffentlichen Gebühren für den Friedhof und privaten Kosten für den Bestatter sowie für Grabstein und Grabpflege.
Im Moment der Trauer sind Angehörige oft wie gelähmt und meist unfähig, klare Entscheidungen zu fällen. Unseriöse Bestattungsunternehmer nutzen diese Situation aus und zocken die Trauernden mit horrenden Preisen ab. Wichtig ist daher, schon vor dem Trauerfall die Preise zu vergleichen und finanziell vorzusorgen. Daran ist nichts unwürdig oder gar moralisch verwerflich.

Möglichkeiten der Vorsorge

Anfang 2004 entfiel das gesetzliche Sterbegeld. Seither boomt das Geschäft mit den so genannten "Sterbegeld-Versicherungen", deren Versicherungssumme im Todesfall die Beerdigungskosten decken soll. Doch Verbraucherschützer raten einhellig davon ab. Die Beiträge sind zwar monatlich relativ überschaubar, aber die Laufzeiten sind äußerst lang, die Rendite miserabel und die Versicherungssumme gering.
Eine zweite Variante ist die "Bestattungsvorsorge". So makaber es klingen mag: Hier bespricht man schon zu Lebzeiten mit dem Bestatter seine eigene Beerdigung. Eine monatliche Rate fällt hier weg, allerdings ist eine saftige Einmalzahlung fällig. Diese sollten Sie nicht direkt dem Bestatter übergeben, sondern auf ein Sperr- oder Treuhandkonto einzahlen.